Jahrbuch
2023
23/58

ASB-Bevölkerungsschutzkongress

Zukunftsfähigkeit als Herausforderung

© ASB

ASB-Bevölkerungsschutzkongress
Zukunftsfähigkeit als Herausforderung

Im April veranstaltete der ASB in seiner Kölner Bundesgeschäftsstelle den Bevölkerungsschutzkongress 2023. Eröffnet wurde die Veranstaltung unter dem Titel „Herausforderungen und Zukunftsfähigkeit des Bevölkerungsschutzes in Deutschland“ von ASB-Präsidentin Dr. Katarina Barley. Sie betonte, wie sehr der Bevölkerungsschutz in den letzten Jahren in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt sei: „Es wird deutlich, was Ehrenamtliche und Hilfsorganisationen wie der ASB hier leisten und wie wichtig die ehrenamtlichen Strukturen für die Gesellschaft sind.“

Dr. Jessica Däbritz, Abteilungsleiterin Krisenmanagement im BMI, referierte zu den großen Herausforderungen, denen der Bevölkerungsschutz in den nächsten Jahren gegenübersteht. Es gebe bereits ein gutes System, das funktioniere. Dennoch müsse der Bevölkerungsschutz weiter ausgestaltet und gestärkt werden. Dazu gehöre eine nationale Resilienzstrategie, die nur gemeinsam mit allen Akteuren des Bevölkerungsschutzes umsetzbar sei.

Lebhafte Podiumsdiskussion mit Bundestagsabgeordneten
Während der Podiumsdiskussion sprachen der ASB-Bundesvorsitzende Knut Fleckenstein und ASB-Geschäftsführerin Einsatzdienste Edith Wallmeier mit den Bundestagsabgeordneten Ingo Schäfer (SPD), Leon Eckert (Grüne), Sandra Bubendorfer-Licht (FDP), Dr. André Hahn (Linke) und dem BBK-Präsidenten Ralph Tiesler über eine bundeseinheitliche Regelung zur Freistellung ehrenamtlicher Helfer:innen, eine verbesserte Vorsorgestruktur und die Steigerung von Resilienz in der Bevölkerung. Rund 600 Personen nahmen – in Präsenz und digital – an der Veranstaltung teil.

Die Kongressteilnehmenden konnten sich an zwei Tagen in 22 Workshops u. a. zu den Themen Psychosoziales Krisenmanagement, Pressearbeit im Einsatz, Zivilschutz oder Resilienz eigener Strukturen austauschen. Geleitet wurden die Kurse von Expert:innen des ASB, der Katastrophenforschungsstelle der FU Berlin, dem BBK und internationalen Partnerorganisationen wie dem Weißen Kreuz Südtirol. Insgesamt wurden eine große Bandbreite von Themen diskutiert und Vorschläge erarbeitet, wie der ASB zukünftigen Krisen begegnen kann – aus der Perspektive einer Hilfsorganisation ebenso wie als potenziell betroffene Instanz.