Ukraine-Flüchtlingshilfeprojekte fortgesetzt
Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine hielt 2023 weiter an, und eine Verbesserung der Lage war nicht absehbar. Daher galt es, den in Deutschland Schutzsuchenden über die Betreuungsleistungen hinaus Möglichkeiten zur Integration anzubieten. Daneben führte der ASB weiterhin über die Regional- und Landesverbände gesteuerte Hilfstransporte durch, und lokale Gliederungen betrieben nach wie vor bundesweit Unterbringungsmöglichkeiten. In einem vom ASB aufgelegten Förderprogramm wurden – unterstützt durch eine Spendenaktion der Sportsendung „ran“ – rund 35 Hilfsprojekte gefördert. Für Angebote wie Erste-Hilfe-, Sprach- und Sportkurse sowie die Ausstattung der Unterkünfte wurden 250.000 Euro aus Spendenmitteln eingesetzt.
Der ASB beteiligte sich am Projekt Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der Europäischen Union (AMIF) zur sozialen Betreuung und zum Rücktransport ukrainischer Patient:innen, das über das „Kleeblatt“-Verteilungssystem vom BBK koordiniert wurde. Hierzu stellte der ASB in Norddeutschland in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Hamburg „Patientenlotsen“ zur Unterstützung der Integrationsarbeit bereit. Der ASB-Rückholdienst organisierte außerdem Rücktransporte genesener Patient:innen an die polnisch-ukrainische Grenze.
ASB als Teil des „Gemeinsamen Kompetenzzentrums von Bund und Ländern“
Ausgelöst durch die Covid-Pandemie 2020 und ergänzt durch die Ereignisse im Ahrtal 2021 beschlossen die Innenministerkonferenz der Länder und der Bund die Bildung eines Gemeinsamen Kompetenzzentrums von Bund und Ländern (GeKoB), um eine Kooperationsplattform zur Optimierung der Zusammenarbeit von Bund und Ländern zu schaffen. Das GeKoB hat mittlerweile seinen Sitz beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und soll die Verzahnung von Bund und Ländern sicherstellen sowie strategische Beratung und Unterstützung im Rahmen der Krisenbewältigung leisten.
Damit die Ziele des GeKoB erreicht werden können, müssen aus Sicht des ASB nicht nur die Verwaltungsebenen von Bund und Ländern, sondern auch die operativ tätigen anerkannten Hilfsorganisationen beteiligt werden, die letztlich den Katastrophenschutz mit ihren Einsatzkräften sicherstellen. Dabei ist der ASB nicht nur eine leistungsstarke Hilfsorganisation, sondern gleichzeitig ein großer Wohlfahrtsverband mit einem für das GeKoB unverzichtbaren Kompetenz- und Fähigkeiten-Portfolio. Der ASB bringt seine Expertise gerne künftig mit ein und unterhält bereits jetzt ein festes Verbindungsbüro im BBK, um an vielen Schnittstellen die weitere Entwicklung des Bevölkerungsschutzes in Deutschland aktiv mitzugestalten.