Bevölkerungsschutz

Bereit für den Ernstfall

Kunstblut und echter Schweiß bei der ASB-Bundesübung 2025

Quietschende Bremsen, Hilferufe, Blaulicht: Was am letzten Juniwochenende in Kassel wie ein schweres Zugunglück wirkt, ist Teil der ASB-Bundesübung 2025. Vom 26. bis 29. Juni trainieren mehr als 650 Samariterinnen und Samariter aus 14 Bundesländern gemeinsam mit acht internationalen Samariterorganisationen den Ernstfall. Über 250 realistisch geschminkte Verletztendarsteller sorgen dabei für authentische Einsatzbedingungen.

Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU, Mitte) informiert sich bei der ASB-Bundesübung über die Einsatzstrategie. Mit dabei: ASB-Bundesarzt Matthias Vonnemann, ASB-Landesvorsitzender Hessen und Bundesvorstandsmitglied Ludwig Frölich, ASB-Bundesvorsitzender Knut Fleckenstein und Daniel Groß, stellvertretender Landesgeschäftsführer des ASB Baden-Württemberg (v. l.).

Geübt werden drei anspruchsvolle Szenarien: eine Wasserrettung auf der Fulda, die Versorgung zahlreicher Verletzter nach einem Zugunglück und die Suche nach Überlebenden nach dem Absturz eines Heißluftballons. Im Mittelpunkt steht nicht nur das Zusammenspiel der ASB-Fachdienste, sondern auch die Zusammenarbeit mit Partnern wie der Deutschen Bahn, dem THW und Krankenhäusern. Moderne Technologien wie Drohnen unterstützen die Einsatzkräfte und liefern wertvolle Lagebilder.

Die Bundesübung entstand in Zusammenarbeit mit dem ASB-Regionalverband Kassel-Nordhessen und dem ASB-Landesverband Hessen. Mehr als 100 Gäste aus Politik, Wissenschaft und befreundeten Hilfsorganisationen verfolgen die Übung vor Ort. Sie zeigt eindrucksvoll, worauf es im Bevölkerungsschutz ankommt: professionelle Ausbildung, eingespielte Zusammenarbeit und das Engagement tausender Ehrenamtlicher – damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt.

Breites Medienecho

Die ASB-Bundesübung

stieß auf außergewöhnlich hohe mediale Aufmerksamkeit. Bereits im Vorfeld berichteten regionale Medien wie die Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA) über die Dimension der Veranstaltung. Schlagzeilen wie „900 Teilnehmende und 250 Einsatzfahrzeuge: ASB macht richtig Alarm in Kassel“ verdeutlichten die Größenordnung und weckten das Interesse der Bevölkerung. Auch bundesweite Medien griffen die Übung als eine der größten Katastrophenschutzübungen der vergangenen Jahre auf. Die Fachpresse hob zudem ihre Vielseitigkeit und ihren Innovationscharakter hervor.

Weiter im Jahrbuch

„Die hybride Bedrohungslage ist real“

ASB-Jahrbuch 2025 · Ein Jahr Wirkung
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