Engagement

ASB-Freiwillige diskutiert mit Ministerin Prien

„Ich bin total froh über diese Erfahrung“

FSJ-Trägerkonferenz 2025: Bundesjugendministerin Karin Prien auf der gemeinsamen Fachtagung von BMBFSFJ und BAK FSJ im Gespräch mit Freiwilligendienstleistenden.

„Ich engagiere mich ehrenamtlich, weil ich das total wichtig finde!“, so Anna Hill, FSJlerin des Jahrgangs 2024/25 im Haus Moosalb in Waldfischbach-Burgalben, einer Wohneinrichtung der „GHG Pfalzblick im ASB“. Dort hat sie sich in der Begleitung von Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen engagiert. Die Einsatzstelle war ihr bereits aus einem Praktikum bekannt. Die Idee, dort länger zu unterstützen, ließ sie nicht los. „Im FSJ habe ich viel gelernt über menschliche Beziehungen, gegenseitige Akzeptanz und Verantwortung“, sagt Anna Hill. Es waren Erfahrungen, die prägen und die auch für ihr jetziges Psychologiestudium wertvoll sind.

Neben dem praktischen Dienst bestand auch stets Interesse an der gesellschaftlichen Debatte rund um Pflicht und Freiwilligkeit. Besonders interessant sei es aus ihrer Sicht, wie Teile der Gesellschaft ihre Generation und deren Einsatz für die Allgemeinheit bewerten. „Es mangelt an generationsübergreifendem Diskurs“, so die 20-Jährige.

Der Einladung, mit Bundesministerin Karin Prien im Dezember 2025 im Rahmen einer bundesweiten wie verbändeübergreifenden FSJ-Trägerkonferenz über die Zukunft der Freiwilligendienste auf einem Podium zu diskutieren, kam Anna Hill daher gerne nach. Beeindruckt hat sie, dass die Konferenz einen Rahmen bot, in dem die Positionen und Meinungen der Generation, „über die eher geredet werde, als man mit ihr spricht“, angehört und ernst genommen wurden.

Ministerin Prien hat in der Diskussion ungeschminkt geantwortet und den Dialog kontrovers gestaltet. Nicht immer einfach, wenn man vorher noch nie mit einem „Politprofi“ im Meinungsaustausch stand. „Ich bin total froh über diese Erfahrung“, kommentiert sie im Rückblick, und: „Ja, es hat etwas gebracht. Auch eine Ministerin muss die Perspektive der anderen annehmen, um sie zu verstehen.“ Anna Hill hat diese besondere Erfahrung bestärkt, sich weiter einzusetzen und politisch aktiv zu sein. Aktuell an ihrer Hochschule. Auch dazu motiviert ein FSJ!

Bündnis BAK FSJ

Der Bundesarbeitskreis Freiwilliges Soziales Jahr (BAK FSJ) ist der bundesweite Zusammenschluss der zivilgesellschaftlichen Verbände, die in Deutschland das Freiwillige Soziale Jahr anbieten. Gemeinsam vertritt das Netzwerk die fachpolitischen Interessen von rund 50.000 Freiwilligen pro Jahr gegenüber der Politik, staatlichen Institutionen und der Öffentlichkeit. Zu den Betätigungsfeldern des BAK FSJ gehören neben der politischen Interessenvertretung die Förderung des fachlichen Informationsaustausches, die Erarbeitung strategischer Stellungnahmen sowie die konzeptionelle Weiterentwicklung des FSJ als Bildungs- und Orientierungsjahr. Über die dort angesiedelten Bundestutorate sichert das Gremium zudem die pädagogische Qualität des Bildungsjahres und entwickelt das Format konsequent weiter. Politisch kooperiert der BAK FSJ eng mit den Zentralstellen im Bundesfreiwilligendienst (BFD), da Mitgliedsverbände meist beide Dienste anbieten.

ⓘ Anna Hill hat sich in ihrem Freiwilligendienst in der Begleitung von Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen engagiert.

Freiwilligendienste in den Medien

Interview von DIE ZEIT mit Knut Fleckenstein:

„Wir können nicht erst an Tag X mit der Planung anfangen“: Im Interview vom 24. November 2025 positionierte sich der ASB-Bundesvorsitzende klar in der Debatte um die Wiedereinführung einer allgemeinen Wehrpflicht. Er kritisierte, dass die Politik die Rolle der Zivilgesellschaft und des Zivildienstes ausblende, und forderte stattdessen verlässliche Strukturen sowie den Erhalt und Ausbau starker, attraktiver Freiwilligendienste (FSJ und BFD).

Bericht der Berliner Morgenpost mit Dr. Uwe Martin Fichtmüller:

„Ampel-Aus: Fehlen in Kitas und Kliniken bald die Helfer?“: In dem Artikel vom 30. November 2025 warnt der ASB-Hauptgeschäftsführer vor massiven Einschnitten bei den Freiwilligendiensten durch die politische Hängepartie beim Bundeshaushalt.

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