Auslandshilfe

Humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit stärken –

Verantwortung international wahrnehmen

Die internationalen Krisen und Konflikte des Jahres 2025 haben erneut deutlich gemacht: Humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit müssen politisch stärker priorisiert sowie prinzipientreu umgesetzt werden.

ⓘ Schnelle Versorgung mit Trinkwasser: Nach dem Hurrikan Melissa leistete der ASB Nothilfe in Haiti.

Millionen Menschen weltweit sind von Krieg, Vertreibung, Hunger oder den Folgen der Klimakrise betroffen. Gleichzeitig geraten humanitäre Organisationen zunehmend unter Druck. Für den ASB Deutschland ist deshalb klar: Weder Humanitäre Hilfe noch Entwicklungszusammenarbeit dürfen von kurzfristigen politischen Interessen abhängig sein, sondern müssen als dauerhafte globale Verantwortung verstanden werden. Eine zentrale politische Forderung des ASB bleibt die verlässliche und langfristige Finanzierung Humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit. Organisationen wie der ASB benötigen Planungssicherheit, um schnell und wirksam auf Krisen reagieren zu können. Kurzfristige Projektförderungen reichen angesichts lang anhaltender Konflikte und wiederkehrender Katastrophen nicht mehr aus. Beide Bereiche müssen dauerhaft finanziell gestärkt und vor Kürzungen geschützt werden.

Wir fordern außerdem, lokale Organisationen und zivilgesellschaftliche Akteure stärker einzubeziehen. Menschen vor Ort kennen die Bedürfnisse ihrer Gemeinschaften am besten und leisten häufig unter schwierigsten Bedingungen unverzichtbare Arbeit. Internationale Zusammenarbeit muss deshalb partnerschaftlich gestaltet werden. Dazu gehört ein gerechter Zugang zu Fördermitteln. Die Projekte des ASB im Jahr 2025, etwa in der Ukraine, im Niger und in Haiti, zeigen, wie wichtig langfristige Partnerschaften sind. Die Unterstützung von Menschen auf der Flucht blieb 2025 ein zentraler Schwerpunkt. Schutzsuchende benötigen sichere Zugangswege, menschenwürdige Unterbringung und Zugang zu medizinischer sowie psychosozialer Versorgung. Etablierte Standards dürfen weder an europäischen Außengrenzen noch in internationalen Krisengebieten infrage gestellt werden; Inklusion muss auch hier ein leitendes Prinzip sein.

Die Folgen der Klimakrise erfordern weiterhin entschlossenes politisches Handeln. Dürren, Überschwemmungen und Extremwetterereignisse zerstören weltweit Lebensgrundlagen und verschärfen bestehende Konflikte. Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe müssen deshalb konsequent klimaresilient gestaltet und stärker auf Prävention ausgerichtet werden. Investitionen in Katastrophenvorsorge und nachhaltige Infrastruktur sind Investitionen in die Zukunft.

Auch 2025 hat sich der ASB für eine solidarische internationale Zusammenarbeit eingesetzt. Humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit sind keine freiwilligen Zusatzaufgaben, sondern zentrale Voraussetzungen für Frieden, Menschenwürde und globale Stabilität. Gerade in einer Zeit wachsender Unsicherheiten braucht es politische Entscheidungen, die internationale Verantwortung stärken und den Schutz von Menschen auch jenseits unserer Landesgrenzen konsequent in den Mittelpunkt stellen.

Bündnis VENRO

Weil Humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit nur gemeinsam wirksam gestaltet werden können, ist der ASB Mitglied im Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen e. V. (VENRO). Nicht nur in Zeiten massiver Einschnitte vonseiten der Bundesregierung bei Fördermitteln zeigt sich, wie wichtig verlässliche Partnerschaften, fachlicher Austausch und gemeinsame Haltungen für uns sind. VENRO verbindet als Dachverband zivilgesellschaftliche Organisationen, stärkt die Zusammenarbeit und vertritt gemeinsame Anliegen gegenüber Politik und Öffentlichkeit.

Global Disability Summit

Der ASB setzt sich weltweit für inklusive Katastrophenvorsorge und Humanitäre Hilfe ein, um sicherzustellen, dass Menschen mit Behinderung in Krisensituationen nicht zurückgelassen werden. Beim Global Disability Summit im April 2025 in Berlin informierte der ASB an seinem Stand gemeinsam mit Partnerorganisationen über erfolgreiche Ansätze für die aktive Einbindung von Menschen mit Behinderung. Dazu gehören deren Ausbildung zu Ersthelfenden, inklusive Notfallübungen, barrierefreie Evakuierungspläne und angepasste Schutzunterkünfte. Dafür fordert der ASB nachhaltige Investitionen in inklusive humanitäre Strukturen.

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Weltweit im Einsatz

ASB-Jahrbuch 2025 · Ein Jahr Wirkung
Jahresbericht des Arbeiter-Samariter-Bundes Deutschland e. V.
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Humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit stärken – Berlin